BIM-Projekt B 71 Letzlingen – Kreisgrenze Börde (Erhaltungsmaßnahme)
Die Baumaßnahme B 71 Letzlingen - Kreisgrenze Börde wurde als Pilotprojekt in der Arbeitsmethode BIM (Building Information Modeling) ausgeführt. Die Erhaltungsmaßnahme beinhaltet die Erneuerung der Asphaltschichten und die grundhafte Instandsetzung des Parkplatzes. Der bituminöse Oberbau der B 71 wird durch Austausch der Deck- und Binderschicht sowie durch einen Profilausgleich (Asphalttragschicht) ertüchtigt.
In Letzlingen (Altmarkkreis Salzwedel) war am 8. August 2024 offizieller Baustart für die umfassende Fahrbahnerneuerung eines Abschnitts der Bundesstraße (B) 71 zwischen Letzlingen und der Landkreisgrenze. Scheinbar eine ganz normale und alltägliche Baumaßnahme. Aber eben nur scheinbar. Denn hier wurde pilothaft getestet, wie die Abläufe im Straßenbau durch den Einsatz digitaler Technologien optimiert werden können. BIM – Building Information Modeling – soll Maßstäbe für den zukünftigen Straßenbau im Land setzen.
Für BIM wurde ein digitales Modell des Sanierungsvorhabens in 3D erstellt, wo alle relevanten Informationen zusammengeführt werden. Darauf können jederzeit alle zugreifen, die an der Planung, am Bau und später am Betrieb der Strecke beteiligt sind. Dieser digital vernetzte Datenaustausch macht die Zusammenarbeit effizienter und den Prozess von der Planung bis zur Fertigstellung und Unterhaltung der Straße insgesamt transparenter. Durch die 3D-Darstellung in einer gemeinsamen Datenumgebung können alle Beteiligten das Projekt besser verstehen und mögliche Probleme frühzeitig erkennen. Alle Daten sind zentral verfügbar, was die Abstimmung zwischen den Ingenieurbüros, Bauunternehmen und dem Auftraggeber erheblich erleichtert. Dank präziserer Planung und frühzeitiger Problemidentifikation können Bauverzögerungen und zusätzliche Kosten reduziert werden.
Daniel Hähndel aus dem Regionalbereich Nord der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) war bei der Erhaltungsmaßnahme auf der B 71 der Projektmanager für BIM und fasst das Pilotprojekt so zusammen: „Das war für uns in Sachsen-Anhalt das erste Mal, dass wir BIM von A bis Z durchgezogen haben. Also nicht nur bei der Planung, sondern auch beim Bau bis hin zum digitalen Wie-Gebaut-Modell. Das waren ganz neue Herausforderungen, die uns auch den Stand der Digitalisierung gezeigt haben. Es ist absolut faszinierend, was schon geht. Und das Entscheidende an BIM ist die Transparenz für alle Beteiligten“.
Baulänge:
ca. 5.460 m
Gesamtkosten:
3,1 Mio. Euro
Verkehrsfreigabe:
am 11. Oktober 2024





