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B 71: Ortsumfahrung Estedt

Die Ortsumfahrung Estedt im Zuge der Bundesstraße (B) 71 ist ein Neubauprojekt im Nordwesten Sachen-Anhalts. Das Projekt befindet sich in der Vorplanung und ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als vordringlicher Bedarf eingeordnet. Mit der Verlegung der B 71 erfolgt eine signifikante Entlastung der Ortslage von Estedt vom Durchgangsverkehr. Für den Ort bedeutet dies eine Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität sowie eine Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Bürgerbeteiligung

Die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB), Regionalbereich Nord plant derzeit die Verlegung der Bundesstraße 71 im Bereich Estedt (Altmarkkreis Salzwedel). Seit 2017 laufen die Vorplanungen, in deren Rahmen die Träger öffentlicher Belange (TöB) bereits über erste Arbeitsergebnisse, beispielsweise der Umweltverträglichkeitsprüfung, sowie über mögliche Trassenvarianten informiert wurden. Nun werden die Unterlagen der breiten Öffentlichkeit präsentiert - Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Stellung zum geplanten Neubau der Ortsumfahrung Estedt zu beziehen.

Bis zum 18. August 2021 können interessierte Bürgerinnen und Bürger per E-Mail an B71_OU_Estedt(at)lsbb.sachsen-anhalt.de ihre Stellungnahmen zum Neubauprojekt abgeben.

Auch eine Übermittlung per Post ist möglich. Jeder Hinweis wird später eingehend von den Planern geprüft. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Einsichtnahme der Planungsunterlagen im Regionalbereich Nord der LSBB in Stendal nach vorheriger Absprache unter der Telefonnummer 03931 687 108.

Verlauf

In der Variantenfindung wurden im Rahmen der Vorplanung zwei Planungsvarianten für den Straßenverlauf der Ortsumfahrung ermittelt. Die nachstehende Grafik gibt eine Übersicht über die Varianten mit einer östlichen und einer westlichen Trassenführung.

Projektpräsentation

Die nachstehende Präsentation veranschaulicht den Planungsprozess einschließlich der Entscheidungsfindung für die Vorzugsvariante. Im Ergebnis der Vorplanung wurde die Variante West als Vorzugsvariante ermittelt.

Projektdaten

Überblick über die wichtigsten Projektdaten, wie Projektstand, Ausbaulänge, bauliche Besonderheiten und zu prognostizierten Verkehrsstärken:

Projektstand

Das Projekt befindet sich in der Vorplanung. Die Vergabe der Hauptplanungsleistungen, das heißt der Linienplanung für die Verkehrsanlage und die Erarbeitung der Umweltverträglichkeitsstudie, erfolgte 2017. Das Ergebnis des Variantenvergleichs liegt vor. Vorzugsvariante ist die westliche Umfahrung von Estedt.

Ausbaulänge

  • Variante West: 2,25 Kilometer (Vorzugsvariante)
  • Variante Ost: 2,78 Kilometer

Gesamtkosten

  • Variante West: rund 7,5 Millionen Euro (Vorzugsvariante)
  • Variante Ost: rund 12,8 Millionen Euro

Ingenieurbauwerke

  • Variante West: Überführungsbauwerk für einen Wirtschaftsweg
  • Variante Ost: mehrere Durchlassbauwerke für den Molkereigraben und den Estedter Graben sowie Überführungsbauwerke für Wirtschaftswege

Verkehrsprognose 2030

  • südlich von Estedt wird eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 6.200 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden (Kfz/24h) und eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke des Schwerverkehrs (DTVSV) von 1.000 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden (SV-Kfz/24h) erwartet
  • nördlich von Estedt wird eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von 5.500 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden (Kfz/24h) und eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke des Schwerverkehrs (DTVSV) von 1.000 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden (SV-Kfz/24h) erwartet

Die Prognose wird sowohl für die West- als auch für die Ostvariante zugrunde gelegt.

Besonderheiten

Der Untersuchungsraum berührt bzw. durchschneidet folgende ausgewiesene Gebiete:

  • Vorbehaltsgebiet für die Wassergewinnung „Zichtau“
  • Vorbehaltsgebiete für den Aufbau eines ökologischen Verbundsystems „Zichtauer Berge – Klötzer Forst“
  • Landschaftsschutzgebiet „Zichtauer Berge – Klötzer Forst“, westlich der B 71

Das Fauna-Flora-Habitat „Secantsgraben, Milde und Biese“ ist das zum Untersuchungsraum nächstgelegene NATURA 2000-Gebiet (Entfernung 3,8 Kilometer).

Unterlagen der Vorplanung