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B 184: Ortsumfahrung Wahlitz-Menz-Königsborn-Heyrothsberge

Die geplante Ortsumfahrung Wahlitz-Menz-Königsborn-Heyrothsberge im Zuge der Bundesstraße (B) 184 ist ein Neubauprojekt des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan und somit in die höchste Dringlichkeitsstufe eingeordnet. Sie soll den vorhandenen Innerortsverkehr der Ortsteile Wahlitz, Menz, Königsborn und Heyrothsberge vom Durchgangsverkehr entflechten, eine Beruhigung der Ortskerne erwirken und das überregionale Verkehrsaufkommen aus den Ortskernen führen.

Projektpräsentation

Die nachstehende Präsentation veranschaulicht den bisherigen Planungsstand der Variantenfindung im Rahmen der Vorplanung, in deren Ergebnis vier Varianten, teilweise mit Untervarianten, für die weitere Voruntersuchung ermittelt wurden.

Ortsumfahrung Wahlitz-Menz-Königsborn-Heyrothsberge: Informationen zum aktuellen Planungsstand (nicht barrierefrei)

Erstes Fazit der Online-Beteiligung und weitere Planungsschritte

Im Rahmen des Onlinebeteiligungsverfahrens (30.01. bis 31.03.2021) zur Planung der B 184 OU Wahlitz-Menz-Königsborn-Heyrothsberge sind exakt 267 Stellungnahmen eingegangen.

Beteiligt haben sich sowohl Privatpersonen und Landwirte als auch Träger öffentlicher Belange (TÖB), wie zum Beispiel Gemeinden oder Ortsbürgermeister sowie Umweltverbände.

Das Für und Wider in den Hinweisen und Stellungnahmen ist erwartungsgemäß von der örtlichen Betroffenheit geprägt. Im Vordergrund stehen dabei Aspekte des Hochwasserschutzes sowie der Lärm- und Abgasbelastungen. Auch das Thema „Waldzerschneidung“ und die Frage der Beeinträchtigung von Natur- und Erholungsräumen sowie der Schutz von Tierarten sind Gegenstand einer Vielzahl von Einwendungen.

Nun wird die Untersuchung der Varianten planmäßig fortgesetzt, wobei die Hinweise aus dem Beteiligungsverfahren fachlich genauestens geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt werden. Aufgrund einiger Hinweise – insbesondere zum Vorkommen bestimmter Tierarten – müssen noch weitere Informationen eingeholt werden. Auch die Ergebnisse der hydraulischen Untersuchungen zur Hochwasserthematik fließen bei diesem Bearbeitungsschritt mit in die Bewertung ein.

Daran anschließend werden die Varianten nach den Kriterien „Verkehrliche Wirkung“, „Umweltverträglichkeit“, „Raumordnung“ und „Kosten“ bewertet und zu guter Letzt wird der Variantenvergleich durchgeführt.

Das Ergebnis – die Vorzugsvariante – liegt voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vor.

Ziel ist es, die Vorplanung auf Arbeitsebene bis Ende des Jahres abzuschließen. Dann folgt ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren, einschließlich der Beteiligung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), wo letztlich auch das Linienbestimmungsverfahren durchzuführen ist.

Verlauf

In der Variantenfindung wurden im Rahmen der Vorplanung mehrere Planungsvarianten für den Straßenverlauf der Ortsumfahrung ermittelt. Die nachstehende Grafik gibt eine Übersicht über die vier Varianten mit einer östlichen Trassenführung (Variante 1, Variante 2 mit den Untervarianten 2.1 und 2.2), mit einer westlichen Trassenführung (Variante 3) und einer westlich/östlich kombinierten Trassenführung Variante 4 mit den Untervarianten 4.1 und 4.2.

Projektdaten

Überblick über die wichtigsten Projektdaten, wie Projektstand, Ausbaulänge, bauliche Besonderheiten und zu prognostizierten Verkehrsstärken:

Projektstand

Die Vergabe der Hauptplanungsleistungen für die Vorplanung, das heißt die Linienplanung für die Verkehrsanlage und die Erarbeitung der Umweltverträglichkeitsstudie ist nach EU-weitem Ausschreibungsverfahren Anfang 2019 erfolgt. Im Juni 2019 wurde das Vorhaben und der Untersuchungsrahmen der Öffentlichkeit vorgestellt. Aktuell liegen die zu untersuchenden und zu bewertenden vier Trassenvarianten vor.

Ausbaulänge

  • zwischen 8,9 und 11,6 Kilometer

Gesamtkosten

  • etwa 34,1 Millionen Euro (Stand: 2014, ohne Kosten für die Bahnübergangsbeseitigung)

Ingenieurbauwerke

  • je nach Variante 12 bis 18 Brückenbauwerke

Verkehrsprognose 2030

  • Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke werktags von Montag bis Freitag (DTVW5): 12.200 bis 18.300 Kraftfahrzeuge pro 24 Stunden (Kfz/24h) je nach Streckenabschnitt und Variante
  • Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke des Schwerverkehrs werktags von Montag bis Freitag (DTVW5SV): 1.235 bis 1.830  Kraftfahrzeuge pro 24 Stunden (SV-Kfz/24h) je nach Streckenabschnitt und Variante; geschätzter Anteil am Gesamtverkehr: etwa 10 Prozent
  • Verkehrsentlastung auf der B 184 in den Ortslagen zwischen 5.500 und 14.900 (Kfz/24h) je nach Streckenabschnitt und Variante

Besonderheiten

  • Überschwemmungsgebiet (Ehle, Alte Ehle Gübs und Polstrine)
  • Bahnübergang-Beseitigung an der Bahnstrecke Biederitz-Trebnitz im Zuge der B 1
  • Verbindungsspange B 246 als Entlastung des Bahnübergangs Königsborn bei Variante 4
Projektdaten der Planungsvarianten
MerkmaleVariante
1
2.1
2.2
3
4.1
4.2
Streckenlänge(km)11,210,611,68,99,610,6
BrückenbauwerkeAnzahl181718141213
Versiegelung(ha)11,2110,7311,548,619,3710,39
Prognostizierte
Verkehrsstärken
(DTVW5)
[
Kfz/24h]
16.000
-
16.200
12.200
-
14.300
14.600
-
15.600
17.70018.100
-
18.300
17.300
-
17.900
Verbleibende Verkehrsstärken in den Ortslagen(DTVW5)
[
Kfz/24h]
Wahlitz3.6007.1003.9001.2001.1002.700
Menz4.2007.7004.5001.8001.7003.400
Königsborn5.2008.6005.4002.7002.6004.200
Heyrothsberge12.70014.30013.8009.7007.5009.200

Unterlagen der Vorplanung